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Home Montagsdemos Montagsdemo Marl KW 36/13
Montagsdemo Marl KW 36/13 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 31. August 2013 um 13:21 Uhr

Nächste Montagsdemo am 2. September um 17:15 Uhr

in der Fußgängerzone in Marl-Hüls

 

 

9 Jahre Montagsdemo

 

Die Montagsdemo Marl feiert am 2. September den 9. Jahrestag

 

Am 30. August 2013 vollendete sich zum 9. Mal ein Jahr, in dem in Marl Menschen Montag für Montag auf die Straße gehen, um gegen die menschenverachtenden Hartz-IV-Gesetze zu protestieren. Es ist kein Anlass, den man jubelnd feiern könnte, sondern traurig ist, dass diese Schandgesetze immer noch existieren.

Die Marler Montagsdemonstranten machen deutlich, dass dies kein Grund ist aufzugeben, sondern unvermindert weiter zu machen.

 

Die Montagsdemos sind heute zwar zahlenmäßig deutlich kleiner als zu ihrem Beginn im Sommer 2004. Aber die aktiven Demonstranten haben viel dazu gelernt. Sie haben Elemente der direkten Demokratie und einer Organisation mit Regeln der Überparteilichkeit entwickelt. Es gibt Mitstreiter aus verschiedenen Organisationen und parteipolitischen Richtungen.

 

Bei unserer Protestbewegung geht es auch um Alternativen, um den Kampf um jeden Arbeitsplatz, um die Rettung der Umwelt und grundlegende gesellschaftliche Veränderungen. Arbeiter, Arbeitslose, Rentner und Jugendliche ergreifen das Wort, lernen selbst Politik zu machen …

 

Was haben die Hartz Gesetze in den vergangenen 9 Jahren gebracht?
Noch immer gibt es genauso viele Bedarfsgemeinschaften wie vor 9 Jahren! Es gibt zunehmende Verarmung und eine Lohnabwärtsspirale! Der Erfolg von Hartz IV war für die Opfer NULL!!!

Mittlerweile gibt es selbst unter den Jobcenter-Mitarbeitern wachsenden Unmut über Hartz IV. Das zeigt besonders der Fall der Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann, die als Insiderin deutlich aussprach, wie System Hartz IV funktioniert: indem es die Bezieher ständig demütigt und sie mit Sanktionen in ihrer Existenz bedroht.

 

Niemand weiß, wann der nächste Aufschwung der Massenbewegung kommt. So zugespitzt wie in Portugal und Griechenland ist die soziale Lage in Deutschland noch nicht. Angela Merkel setzt auf eine „Salami-Taktik“ der schleichenden, schrittweisen Verschlechterung der sozialen Lage, versüßt mit ein Paar Zuckerstückchen an anderer Stelle. Dennoch, der Druck der Ausbeutung in den Betrieben wird zunehmend unerträglich. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch Deutschland einen erneuten Einbruch innerhalb der seit Ende 2008 anhaltenden Weltwirtschafts- und Finanzkrise erleben wird.

 

Neben Redebeiträgen am offenen Mikrofon gibt es wieder Lieder und andere Kulturbeiträge und natürlich Kaffee und Kuchen. Das Ganze findet Montag den 2. September von 17:15 bis ca. 18:15 Uhr in der Fußgängerzone in Marl-Hüls statt. Wir laden alle Marler (und natürlich auch aus anderen Städten) dazu ein, mit zu feiern und am offenen Mikrofon ihre Meinung zu sagen.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. September 2013 um 23:10 Uhr
 

MDM

Marler Aktionsbündnis gegen Hartz IV

Jeden Montag Demo gegen

Hartz IV und die ganze Agenda2010

um 17:15 Uhr in der Fußgängerzone

in Marl-Hüls

 

Bewertung Jobcenter Marl

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Montag, 26. August 2013
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Stefan Müller (CSU): "Alle arbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen müssen sich jeden Morgen bei einer Behörde zum Gemeinschaftsdienst melden."

 
Volker Kauder CDU/CSU-Fraktionschef: "Wer Hartz IV erhält, darf nicht nur herumgammeln, sondern muss dafür etwas als Gegenleistung erbringen. Und wenn er nur drei, vier Stunden etwas tut."

 
Heinz Buschkowsky (SPD), Bürgermeister von Berlin-Neukölln: "Die deutsche Unterschicht versäuft die Kohle ihrer Kinder."

 
Sarrazin:   „Wenn man sich das anschaut, ist das kleinste Problem von Hartz-IV-Empfängern das Untergewicht.“

 
Sarrazin:   „Wer als Hartz-IV-Empfänger genug Kraft für ein Ehrenamt findet, der sollte dann die Kraft darein legen, Arbeit zu finden.“

 
Sarrazin: Deswegen müsse das Sozialsystem so geändert werden, „dass man nicht durch Kinder seinen Lebensstandard verbessern kann, was heute der Fall ist“

 

Sarrazin: „Hartz-IV-Empfänger sind erstens mehr zu Hause; zweitens haben sie es gerne warm, und drittens regulieren viele die Temperatur mit dem Fenster"


 
Der ehemalige Bundestagsabgeordnete der Grünen, Oswald Metzger:  Menschen die von Sozialleistungen leben, hätten ihren "Lebenssinn darin, Kohlehydrate oder Alkohol in sich hineinzustopfen, vor dem Fernseher zu sitzen und das Gleiche den eigenen Kindern angedeihen zu lassen".

 
Diese Aussagen führender Politiker von SPD, CDU/CSU und FDP sind nichts anderes als eine Diskriminierung der Erwerbslosen, deren Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Offenbar kann man damit in Deutschland auch heute noch Wählerstimmen gewinnen.

 
Gesundheitsexperte, Peter Oberender meint: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, so muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen dies zu sichern.

 
Heinz Buschkowsky Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln und seit 1973 Mitglied der SPD meint: Elterngeld sei Fortpflanzungsprämie für Unterschicht.

 
Wolfgang Clement SPD vergleicht Hartz IV Empfänger mit Parasiten.

 
CDU-Vorsitzender Roland Koch meint: Hartz IV ist eine “angenehme Variante” des Lebens und fordert eine Arbeitspflicht für Arbeitslose, zur Not in Billig-Jobs.

 
FDP- Dr. Oliver Möllenstädt meint: Die Empfängerinnen würden das Geld eher in den nächsten Schnapsladen tragen, als es in Vorsorge und selbstbestimmte Familienplanung zu investieren.

 
CDU- Philipp Mißfelder meint: Für Kinder von ALG-II-BezieherInnen solle es keine Anhebung des Regelsatzes geben, denn diese Maßnahme würde ja nur zu einer Absatzsteigerung führen bei der Alkohol- und Tabakindustrie.

 
Ex-Vorstandsmitglied der Bundesbank, Thilo Sarrazin (SPD) meint: Finanznot wäre angeblich nicht das zentrale Problem bei Hartz IV-Beziehern, sondern ihr übermäßiger TV-Konsum, ihre Wortarmut und Fettleibigkeit.

 
Grünenpolitikerin Claudia Hämmerling meint: Hartz IV Empfänger könnten als Hundekotkontrolleure eingesetzt werden.

 
Genozidsforscher Professor Dr. Gunnar Heinsohn, meint: Man müsse der Unterschicht den Hahn zu drehen, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu, ist auch ein gutes Kind, denn es schlägt einem schon keinen Baseballschläger auf den Kopf.

 
Michael Glos, CDU Bundesminister für Wirtschaft und Technologie meint: Arbeitspflicht für alle Arbeitslosen muss eingeführt werden.

 
FDP-Chef Guido Westerwelle meint: Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit und Hartz IV -Empfänger sind eine Gruppe, die anstrengungslosen Wohlstand genießt und bezeichnete diesen Zustand als „spätrömische Dekadenz“

 
Altkanzler Gerhard Schröder meint: Es gibt kein Recht auf Faulheit

 
Ex-SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering meint: Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen. „Wer arbeitet, muss was zu essen haben, wer nicht arbeitet, braucht nichts essen.“

 
Henner Schmidt, FDP-Fraktionsvize meint: Hartz-IV-Empfänger sollen Ratten jagen.

 

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